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OT Gauried


Die Einöde Gau­ried liegt 1,5 km östlich von Zusamaltheim an der Zusam. Der Ort wird erst­mals 1231 als Gugen­ri­eth genannt, was so viel bedeutet wie: Rodung eines Gugo. Der Hof kam 1231 von den Her­ren von Errin­gen an das Kloster Sankt Ulrich und Afra in Augs­burg, in der frühen Neuzeit aber an das Domkapi­tel Augs­burg. Pfar­rlich gehört der Ort zu Zusamaltheim.

250 m östlich vom Hof liegt der mit­te­lal­ter­liche Burgstall “Raunsberg”. *

Gauried im Frühling 2013

Der Sage nach stand hier auf dem Rauns­berg einst das Schloss des Lud­wig von Wirkau. Weil dessen hartherziges Weib einen Bet­tler vom Hof ver­trieb und gar die Hunde auf ihn het­zte, wurde die Burg von diesem ver­flucht und ver­sank mit­samt ihrer Bewohner in der Erde. Nur der abwe­sende Burgherr wurde ver­schont, der bei seiner Rück­kehr gelobte, das Unrecht wieder gut zu machen. Er soll seine Besitzun­gen unter den Bauern aufgeteilt haben, die dafür nur ein Mal jährlich, an seinem Todestag, in Erin­nerung und Mah­nung, den Armen der Gemeinde Brot und Geld spenden sollen. Aufze­ich­nun­gen darüber gibt es kaum, doch ist die Geschichte der Burg Gisi­disi über all die Jahrhun­derte erhal­ten geblieben. Die Bauern aus Het­tlin­gen, Rog­gden, Zusamaltheim und Son­theim gedenken noch heute des edlen Rit­ters und brin­gen am Wirkau-Gedenktag (am Tag nach Dreikönig) ein Geldopfer.

Der Burgstall (=Stelle, wo eine Burg steht), ist als Boden­denkmal anerkannt und ausgewiesen. *** 

*Quelle: Der Land­kreis Dillin­gen a.d. Donau in Geschichte und Gegen­wart, Aus­gabe 2005  **Erzählt im Buch: “Deine Heimat”  ***Bay­erisches Lan­desamt für Denkmalpflege: www.blfd.bayern.de/